Mitarbeiter entfernt alte Gräser aus einem Kiesbeet

Kiesbeet und Schottergarten in Baden-Württemberg: Was erlaubt ist und wie Sie richtig pflegen

Kiesbeete gelten als pflegeleicht – bis die ersten Gräser, Moos und Unkraut zwischen den Steinen wachsen. In Baden-Württemberg kommt eine rechtliche Frage hinzu: Sind Schottergärten hier überhaupt noch erlaubt? In diesem Ratgeber erklären wir, was das Landesrecht sagt, wie ein Kiesbeet richtig gepflegt wird und welche Mittel Sie besser nicht verwenden.

Kiesbeet wird gereinigt, Gräser werden entfernt
Gräser und Unkraut zwischen den Steinen werden von Hand entfernt – ohne Chemie.

Kiesbeet oder Schottergarten – wo ist der Unterschied?

Ein Kiesbeet ist ein bepflanztes Beet, in dem Kies oder Splitt als Mulch zwischen Stauden, Gräsern und Gehölzen liegt. Die Pflanzen stehen im Mittelpunkt. Ein Schottergarten dagegen ist eine Fläche, die überwiegend aus Steinen besteht, oft mit Folie oder Vlies darunter und nur einzelnen Pflanzen. Genau diese Gestaltung hat der Gesetzgeber in Baden-Württemberg im Blick.

Was gilt in Baden-Württemberg?

Nach § 21a des Naturschutzgesetzes Baden-Württemberg sollen Gartenanlagen insektenfreundlich gestaltet und Gartenflächen vorwiegend begrünt werden; Schotterungen zur Gestaltung privater Gärten sind danach grundsätzlich keine zulässige andere Verwendung. Zusätzlich verlangt § 9 Abs. 1 Satz 1 der Landesbauordnung, dass die nicht überbauten Flächen bebauter Grundstücke Grünflächen sind, soweit sie nicht für eine andere zulässige Verwendung benötigt werden.

Ob bereits bestehende Schottergärten Bestandsschutz genießen, ist umstritten. Im Zweifel lohnt eine Nachfrage bei der Gemeinde. Ein gut bepflanztes Kiesbeet mit überwiegend Pflanzen ist dagegen in aller Regel unproblematisch.

So pflegen Sie ein Kiesbeet richtig

  • Regelmäßig jäten: Junge Gräser und Unkräuter lassen sich leicht ziehen. Wer wartet, bis sie sich durch das Vlies wurzeln, hat deutlich mehr Arbeit.
  • Laub entfernen: Herbstlaub zersetzt sich zwischen den Steinen zu Humus – der ideale Keimboden für Unkraut.
  • Kies auffrischen: Stark verschmutzte oder vermooste Steine können gewaschen oder ersetzt werden.
  • Pflanzen pflegen: Stauden und Gräser im Frühjahr zurückschneiden, Lücken nachpflanzen. Je dichter die Bepflanzung, desto weniger Platz für Unkraut.

Finger weg von Salz und Essig

Salz und Essig gelten als Hausmittel gegen Unkraut, sind aber keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel. Sie schädigen Boden und Nachbarpflanzen und können ins Grundwasser gelangen. Auf befestigten Flächen wie Wegen und Pflaster ist der Einsatz von Herbiziden ohnehin grundsätzlich unzulässig. Mechanisch entfernen ist der sichere Weg – mehr dazu auf unserer Seite Unkrautentfernung Heilbronn.

Kiesbeet in der Wohnanlage: Wer entscheidet?

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft gehören die Außenanlagen meist zum Gemeinschaftseigentum. Die Pflege gehört zur ordnungsmäßigen Verwaltung, über die die Eigentümer nach § 19 WEG beschließen. Ein Umbau vom Schottergarten zum Kiesbeet oder zur Grünfläche ist dagegen eine bauliche Veränderung nach § 20 WEG und braucht ebenfalls einen Beschluss; wer die Kosten trägt, regelt § 21 WEG. Für die laufende Pflege lohnt sich ein fester Dienstleister – zum Beispiel im Rahmen unserer Grünanlagenpflege oder unseres Hausmeisterservice für Hausverwaltungen.

Mitarbeiter von Hausmeisterservice Cvijetić bei der Kiesbeetpflege in einem Privatgarten
Kiesbeetpflege im Privatgarten durch unser Team.

Umgestalten statt nur pflegen

Wer sein Kiesbeet dauerhaft pflegeleichter und zugleich insektenfreundlich machen möchte, sollte über eine Umgestaltung nachdenken: mehr Stauden, bodendeckende Pflanzen, weniger offene Steinfläche. Unsere Gartenplanung mit Architekten im Team entwirft Lösungen, die zum Grundstück passen und rechtlich auf der sicheren Seite sind. Die Umsetzung übernehmen wir im Rahmen unseres Garten- und Landschaftsbaus; laufende Arbeiten wie Rückschnitt und Laub erledigt unsere Gartenpflege.

Häufige Fragen zum Kiesbeet

Sind Schottergärten in Baden-Württemberg verboten?

Nach § 21a NatSchG BW sind Schotterungen zur Gestaltung privater Gärten grundsätzlich keine zulässige Verwendung, und nach § 9 LBO sollen nicht überbaute Flächen Grünflächen sein. Ob ältere Schottergärten Bestandsschutz haben, ist umstritten.

Ist ein Kiesbeet erlaubt?

Ein bepflanztes Kiesbeet, bei dem die Pflanzen überwiegen und der Kies nur als Mulch dient, ist in aller Regel unproblematisch.

Wie bekomme ich Unkraut aus dem Kiesbeet?

Am besten regelmäßig von Hand jäten, bevor sich Wurzeln festsetzen, und Laub zeitnah entfernen. Je dichter die Bepflanzung, desto weniger Unkraut.

Darf ich Salz oder Essig gegen Unkraut verwenden?

Nein. Beides sind keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel und schaden Boden und Pflanzen. Mechanisches Entfernen ist der richtige Weg.

Wer zahlt die Kiesbeetpflege in einer WEG?

Bei Gemeinschaftseigentum beschließen die Eigentümer über die Pflege; die Kosten werden nach dem geltenden Verteilungsschlüssel umgelegt.

Übernehmen Sie die Pflege von Kiesbeeten?

Ja, einmalig oder regelmäßig – in Heilbronn und im gesamten Landkreis.

Kiesbeetpflege in Heilbronn anfragen

Rufen Sie uns an unter 0172 7061767 (auch über WhatsApp erreichbar), schreiben Sie an info@hausmeister-cvijetic.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Weitere Beiträge aus unserem Ratgeber

Ähnliche Beiträge